Neuerscheinungen in der Reihe Arbeit und Alltag:


Bd. 10, Christine Pander: Rückkehr in ein fremd gewordenes Land.

Erfahrungen deutscher Familien mit einer Auslandsentsendung. Frankfurt/New York: Campus 2015.

Selbstverwirklichung, Karriereplanung oder Abenteuer: Für viele Arbeitnehmer gehört es zu einem modernen Lebensstilkonzept dazu, über einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben und zu arbeiten. Doch was bedeutet das Projekt „Auslandsentsendung“ für Paare mir Kindern? In 14 Familienportäts zeigt Dr. Christine Pander anhand ihrer empirischen Studie, dass die Rückkehr nach Deutschland die größte Herausforderung während der Entsendung für die Mehrheit ihrer Akteure war.

Weitere Informationen zu dieser Publikation auf den Seiten des Campus-Verlags.

 

Bd. 11, Matthias Möller: Leben in Kooperation.

Genossenschaftlicher Alltag in der Mustersiedlung Freidorf bei Basel (1919-1969). Frankfurt/New York: Campus 2015.

Nach 1919 ziehen 150 Familien aus der schweizerischen Genossenschaftsbewegung an den Stadtrand von Basel. In einer großzügig angelegten Siedlung arbeiten sie gemeinsam an einem dörflich-kooperativen Siedlungsexperiment jenseits von kapitalistischer Konkurrenzwirtschaft. Obwohl die Selbstorganisation des Freidorfs in Kriegszeit und Wirtschaftsaufschwung ohne äußere Eingriffe blieb, stand sie bald vor neuen, grundlegenden Herausforderungen.

Weitere Informationen zu dieser Publikation auf den Seiten des Campus-Verlags.

 

 

Kommissionstagung dgv-Arbeitskulturen, Bonn 24.-26. Sept. 2015

Ästhetisierung der Arbeit: Kulturanalysen des kognitiven Kapitalismus

Eine Tagung der Abteilung Kulturanthropologie_Volkskunde am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie
in Kooperation mit der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv)

Mit freundlicher Unterstützung von: Landschaftsverband Rheinland (LVR), RVV – Rheinische Vereinigung für Volkskunde

Organisation: JProf. Dr. Ove Sutter

Tagungsort: Universitätsforum, Heussallee 18-24, 53113 Bonn

Zur Tagung anmelden können Sie sich bis zum 6. September unter: arbeitskulturentagung.bn@gmx.de

Die Tagungsgebühr beträgt 15€, ermäßigt 5€.

»Arbeit«, ob in Form von Lohnarbeit, selbständiger Arbeit oder unbezahlter Care-Arbeit, ist nach wie vor ein zentraler Vergesellschaftungsmodus, wenngleich dieser sich seit einigen Jahrzehnten offensichtlich wandelt.

Aktuellen Gesellschaftsanalysen zufolge befinden wir uns im Stadium eines »kognitiven« oder auch »ästhetischen« Kapitalismus. Vor allem in den westlichen Industriegesellschaften findet eine Transformation hin zu einer auf permanente Innovation ausgerichteten ästhetischen Ökonomie statt, welche die Ausbreitung eines »Kreativitätsdispositivs« oder auch eines »Ethos der Kreativität« befördert. »Kreativ zu sein« wird von immer mehr Menschen als Wunsch, aber auch als Anforderung erfahren. Gleichzeitig richten sich unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche entlang der Produktion und Konsumtion sinnlich intensiver Erfahrungen aus.

Wie deuten und verarbeiten die Menschen die Anrufungen von Kreativität, wie die neuen Formen der Entfremdung und Vernutzung? Wie wirken sich die skizzierten Dynamiken auf Arbeitsinhalte, Arbeitshandeln und Arbeitsorganisation aus? Wie artikulieren sich Prozesse der Ästhetisierung von Arbeit in Narrativen und Bildern? Wie materialisieren sie sich in verkörperten Performanzen, Arbeitsmitteln oder auch räumlichen Architekturen?

In mehr als 20 Vorträgen von Wissenschaftler_innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Großbritannien werden wir diese Fragen in theoretischer Perspektive und entlang historischer sowie ethnographischer Forschungen diskutieren.

Das Programm zum Download finden Sie hier.

 

Neuerscheinung: Arbeitstagung der dgv-Kommission 2013:

Manfred Seifert (Hg.): Die mentale Seite der Ökonomie.

Empathie im Arbeitsleben. Dresden, Thelem 2014. (= Bausteine aus dem Institut für Sächsische
Geschichte und Volkskunde, Bd. 31)

Gefühle begleiten seit jeher die Arbeitstätigkeit und die Reflexion der Arbeitskontexte durch die Beschäftigten ebenso wie das unternehmerische Handeln. Im Bereich der Pflegeberufe hat das Care-Management in jüngerer Zeit eine zunehmende Bedeutung erlangt. Mit dem Wandel der Arbeitsverhältnisse seit den 1980er-Jahren hat sich zudem das Erfordernis, berufsspezifischen Gefühlsregimen Folge zu leisten, als arbeitsweltliches Verhaltensmodell breit entfaltet und nachhaltig etabliert. Unter dem Eindruck der Subjektivierung und Flexibilisierung von Arbeit haben sich für die Beschäftigten damit auch die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu mentalem Selbstmanagement deutlich erhöht. Die Bedeutung von Emotionen und Affekten als bewusst eingesetzten Wirtschaftsfaktoren hat die Chancen wie auch die Belastungen der Arbeitenden gesteigert, sie hat auch das Arbeitsleben insgesamt verändert. Dies war Grund genug, sich diesem Themenfeld aus kulturwissenschaftlicher Sicht in einer Tagung zuzuwenden, die im Frühjahr 2013 in Dresden stattfand. Der Band dokumentiert die Ergebnisse dieser vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde ausgerichteten Veranstaltung.

Weitere Informationen zu dieser Publikation auf den Seiten des Thelem-Verlags.