studiolab. Arbeit an Arbeit

Ankündigung

Liebe Kolleg:innen, liebe Studierende und Interessierte,

im Rahmen der letzten Treffen der dgv-Kommission Arbeitskulturen kamen wir zu dem Schluss, dass ein standortübergreifendes Format eine willkommene Bereicherung für die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit darstellen würde. Einzelne Forschungen können durch einen thematischen, konzeptuellen und kritischen Austausch an Qualität nur gewinnen.

In den vergangenen Monaten haben wir eine Struktur für den gegenseitigen Austausch über unsere „Arbeit an Arbeit“ vorbereitet, die von Interessierten nun mit Inhalt gefüllt werden kann. Wir möchten im studiolab Wissenschaftler:innen die Chance geben, Gemeinsamkeiten zu finden und ihre eigenen Arbeiten zu diskutieren. Dafür haben wir uns von zwei kulturanthropologischen Konzepten des Zusammen-Arbeitens inspirieren lassen: Das Studio (Rabinow et al. 2008) und das Labor (Bieler et al. 2020), die beide auf einen offenen und geschützten Raum hinzielen, welcher der gemeinsamen (Weiter)Entwicklung von Ideen und Konzepten gewidmet ist und konstruktive Kritik jenseits der klassisch akademischen Formate ermöglicht.

Von April 2021 an werden wir uns alle sechs Wochen freitags von 12 bis 14 Uhr online im studiolab. Arbeit an Arbeit treffen, um alternierend Texte diskutieren, Methoden durchdenken, Themen fortentwickeln und an eigenen Texten arbeiten.

Wir starten am 16.4.2021 mit einer einführenden Sitzung „Kollaboratives Arbeiten an Kollaborativem Arbeiten“. In einem A) Lektüre-Atelier wollen wir gemeinsam die beiden genannten Texte diskutieren, im Sinne einer Kunst des Denkens zu neuen Ideen gelangen und uns gemeinsam auf die Zusammenarbeit im studiolab verständigen.

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Call for Papers: Moral als organisationale Praxis

19. Tagung der Kommission Arbeitskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv), 11.–12. November 2021, Freiburg

Call-Website: http://organization.dgv-arbeitskulturen.de
English Version: http://organization.dgv-arbeitskulturen.de/cfp-en/

Organisationen werden zunehmend Gegenstand moralischer Debatten. Boykottaufrufe, betriebsinterne Entwicklungen von Compliance– oder Social-Responsibility-Standards, Labels für Familienfreundlichkeit oder Nachhaltigkeit, das geplante Lieferkettengesetz – dies sind nur einige Beispiele der jüngeren Vergangenheit, in denen Organisationen (darunter auch kleine und mittelständische Unternehmen oder NGOs) hinsichtlich ihrer moralischen Praxis und ethischen Grundsätze adressiert werden. Die moralische Positionierung von Organisationen umfasst ein breites Themenspektrum, das von Rassismus, Diversität, Umweltbelastung oder Tierschutz bis hin zu Korruption, Einkommensungleichheit und Arbeitsrechten entlang der Lieferkette reicht. Sie wird öffentlich diskutiert und dient als Grundlage für Entscheidungen von (Geschäfts-)Partner:innen, Kund:innen und Politik.

Die Forschung fokussiert bislang insbesondere die Fragilität von Organisationen sowie die Perspektiven von Kund:innen, Organisationen und weiteren Interessensgruppen unter dem Label des „ethischen Konsums“ oder vis-à-vis der Fragilität von Organisationen. Weniger Beachtung finden die Auswirkungen und Effekte dieser Prozesse auf spezifische Akteur:innen, die in oder für Organisationen arbeiten, sowie deren Rolle in der Erarbeitung oder Vermeidung von Moral als Praxis in Organisationen.

Entsprechend zielt die Tagung darauf, Beiträge zu den subjektiven Perspektiven von Akteur:innen auf die Moralisierung von Organisationen und auf Moral als organisationale Praxis zu versammeln. Dabei rücken Akteur:innen unterschiedlicher Arbeits- und Lebenswelten in den Mittelunkt: Angestellte sowie feste, freie oder „geliehene“ Beschäftigte und solche in Zulieferfirmen, weiterhin Kund:innen und andere Interessenvertreter:innen.

Die Tagung fragt danach, wie die Akteur:innen betroffen sind von Diskursen über Moral, wie sie sie kreieren, deuten, bestätigen oder ihnen mit Widerständigkeit begegnen. Darüber hinaus zeigen sich Fragen danach, wie solche Diskurse Organisationskultur, Einstellungspraktiken, Arbeitsstandards oder Beschäftigungsmodalitäten verändern.
Wir laden interessierte Personen aus den ethnografischen Disziplinen und benachbarten Feldern, inklusive der Museen, zur Präsentation ihrer Forschungsarbeiten und gemeinsamer Diskussion folgender und weiterer Fragen ein:

  • Wie positionieren sich Akteur:innen in konkreten Arbeits- und Alltagskontexten in moralischen Debatten über Organisationen? Welche Praktiken wenden sie an, um sich zu organisieren (z.B. in Gewerkschaften), um gegen wahrgenommene unmoralische Organisationspraktiken vorzugehen? Wie gelingt es Akteur:innen (z.B. als „norm brokers“) Organisationen in moralischen Debatten zu positionieren?
  • Inwiefern sind Arbeitnehmende durch Maßnahmen herausgefordert, die innerhalb von Organisationen oder im Kontakt mit Partner:innen oder Kund:innen mit moralischen Debatten verbunden sind (z.B. Antidiskriminierungstrainings, Antikorruptionsregeln, Nachhaltigkeitsforderungen, Bewerber:innenauswahl oder Mitarbeitendenpartizipation)?
  • Wie und von wem werden Beschäftigte, auch Selbstständige, in öffentlichen, medialen, persönlichen Debatten und in politischen Prozessen angesprochen und dargestellt? Welche Leitbilder von Arbeitnehmenden und des Arbeitens entwerfen solche Debatten?
  • Wie prägen moralische Diskurse Organisationen und wie nutzen Organisationen diese, um bestimmte Entscheidungen zu beeinflussen oder zu rechtfertigen?

Die Vorträge sollten auf empirischer Forschung beruhen und nicht bereits an anderer Stelle veröffentlicht worden sein. Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge ist geplant, eine Beteiligung der Tagungsteilnehmenden ist erwünscht. Tagungs- und Publikationssprachen sind je nach Eingang der Themenvorschläge und beteiligten Personen Deutsch und/oder Englisch.

Deadline

Bitte senden Sie Ihren Themenvorschlag (mit Titel, Abstract von max. 300 Wörtern, Kontakt und Kurz-CV) bis zum 1. April 2021 an: arbeitskulturen@gmail.com

Organisation

  • Sarah May, University of Freiburg
  • Johannes Müske, University of Freiburg
  • Stefan Groth, University of Zurich

Veranstalter

  • Section “Cultures of Work” of the German Association of Cultural Anthropology and Folklore Studies (dgv)
  • Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Albert-Ludwigs-University Freiburg
  • In cooperation with the Department of Social Anthropology and Cultural Studies (ISEK), University of Zurich

Kontakt

Email: arbeitskulturen@gmail.com

 

 

Neue Publikation: Digitale Arbeitskulturen. Rahmungen, Effekte, Herausforderungen

Berliner Blätter Band 82

Wie verändert Digitalisierung die Art und Weise, wie, wo, wann und mit wem Menschen arbeiten? Diese Ausgabe der Berliner Blätter widmet sich den sich verändernden Rahmungen Digitaler Arbeitskulturen. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf lebensweltliche Effekte sowie damit verbundene Herausforderungen, Letzteres auch mit Blick auf die Forschungspraxis. Versammelt sind zehn, durchweg kritisch-reflexive, ethnografische Beiträge, die aufzeigen, wie sich Arbeits- und Lebenswelten durch Digitalisierung verändern. Zugleich gerät in den Fokus, wie Digitalisierung durch Arbeit konstituiert, geprägt und vorangetrieben wird. Dadurch zeigt die Ausgabe auf, wie sich Annäherungen an Digitale Arbeitskulturen exemplarisch vornehmen lassen.

Zum Band (freier Download): https://www2.hu-berlin.de/ifeeojs/index.php/blaetter/issue/view/4

 

 

Arbeitstreffen der dgv-Kommission Arbeitskulturen

Einladung an alle Interessierten

Donnerstag, 26.11.2020 | 14-17 Uhr | via zoom

Das Arbeitstreffen zielt vor allem auf Vernetzung und ist als Forum der Information und des Austauschs aller an der Thematik Interessierten gedacht. Entsprechend laden wir ausdrücklich alle Studierenden und Kolleg:innen ein, die kulturwissenschaftlich-ethnografisch zu Arbeit forschen. Das digital stattfindende Treffen will mit seiner Programmstruktur vor allem ausreichend Zeit zum Austausch bieten und umfasst drei thematische Slots von je etwa 45 Minuten.

1 – Arbeit als Untersuchungsthema: Vorstellungsrunde zu Forschungsarbeiten der Teilnehmenden
Pause
2 – Entwicklungen, Perspektiven und Pläne: Austausch in Kleingruppen zu konkreten inhaltlichen oder organisatorischen Anliegen
Pause
3 – Zusammenfassung und Abschluss: konkrete Vorhaben und weiterführende Ideen

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Ihre Anmeldung bis 24.11. per E-Mail (arbeitskulturen@gmail.com). Sie erhalten dann rechtzeitig die Zugangsdaten.
Für Rückfragen und konkrete Vorschläge stehen wir gerne zur Verfügung.
 

 

Call for Papers: Morality as Organizational Practice

19th Workshop of the Section “Cultures of Work” of the German Association of Cultural Anthropology and Folklore Studies (dgv), 22.–23. April 2021, Freiburg

Call-Website: http://organization.dgv-arbeitskulturen.de

Organizations are increasingly the subject of moral debates. Calls for product boycotts due to norm transgressions or political engagement of organizations, developments of compliance management and corporate social responsibility standards, initiatives for supply chain laws, the implementation of labels for family friendliness or sustainability – to name a few examples – all address organizations in terms of their ethical conduct and guidelines. The positioning of organizations, including small and medium-sized enterprises, and non-governmental organizations, is publicly discussed and taken as a basis for consumer, client, and political decisions in a broad scope of topics, ranging from racism, diversity, environmental impact, and animal treatment to corruption, income inequalities, workers’ rights along supply chains, or customer relations. Both the perspectives of customers, organizations, and further stakeholders on such developments have been highlighted under the label of “ethical consumption” or vis-à-vis the fragility of organizations. However, the impact and effects of these contemporary processes on actors working in or for such organizations or subcontractors, both as employed or freelance workers, have so far only been dealt with tangentially or left as a blank spot.

The workshop asks for contributions on the subjective perspectives of actors (employees, freelancers, customers, and other stakeholders) on the moralization of organizations and on morality as organizational practice. It asks how they are affected by discourses on morality, how such discourses change organizational culture, hiring practices, work standards or modalities of employment.

We invite papers from ethnographic disciplines and neighboring fields, including practitioners and museums, to address, among other topics:

  • How do actors in or connected to organizations position themselves in moral debates on organizations? Which practices do they employ to deal with or organize against perceived immoral organizational practices, e.g., as part of union activities? How do actors, e.g., as “norm brokers”, manage to position organizations in moral debates?
  • How and by whom are employees, including self-employed persons, addressed and portrayed in public, media, personal debates, and in political processes? What kind of images of employees are drafted in such debates?
  • How are employees confronted with measures connected to moral debates (within organizations as well as in contact with customers), e.g., as part of anti-discrimination trainings and legal regulations, with regard to guidelines on sustainability or anti-corruption, related to the effects of hiring practices or to models of participation and decision making?
  • How do moral discourses shape organizations, and how are they used to influence or to justify certain decisions?

While the regional focus of the workshop is on Europe, contributions from other areas and dealing with global entanglements and supply chains are welcome. Presentations should be based on empirical research and should not have been published elsewhere. Your contribution to the workshop proceedings (planned with an international publisher) is expected.

Deadline

Please send your paper proposals (paper title and abstract not exceeding 300 words), including name, email address, and a brief biographical note, until November 20, 2020 to arbeitskulturen@gmail.com

Organizing Committee

  • Sarah May, University of Freiburg
  • Johannes Müske, University of Freiburg
  • Stefan Groth, University of Zurich

Organizer

  • Section “Cultures of Work” of the German Association of Cultural Anthropology and Folklore Studies (dgv)
  • Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Albert-Ludwigs-University Freiburg
  • In cooperation with the Department of Social Anthropology and Cultural Studies (ISEK), University of Zurich

Contact

Email: arbeitskulturen@gmail.com

 

 

+++ Neuerscheinung +++

Stefan Groth, Sarah May, Johannes Müske (Hg.): Vernetzt, entgrenzt, prekär?

Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Arbeit im Wandel. Frankfurt/New York: Campus 2020.

(= Arbeit und Alltag, Bd. 17)

Ob Handwerk, Software-Entwicklung, Logistikarbeit oder Berufsorientierungen: Praktisch alle Bereiche der Arbeitswelt befinden sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Wandel. Dieser Band geht der Frage nach, wie Alltagsakteur_innen die Veränderungen ihrer Arbeitswelten erleben und gestalten. Ethnografische Fallstudien untersuchen die vielfältigen gesellschaftlichen Verhandlungen zu Prozessen der Digitalisierung und Vernetzung, Entgrenzung und Prekarisierung von Arbeit.

Verlagsinfo auf den Seiten des Campus-Verlags
 

 
+++ ABGESAGT – Arbeitstreffen der Kommission +++
+++ Das Arbeitstreffen der Kommission muss aufgrund der derzeitigen Situation leider abgesagt werden +++

Arbeitstreffen der dgv-Kommission Arbeitskulturen

Marburg, 23. und 24. April 2020

Zwischen den im zweijährigen Rhythmus stattfindenden wissenschaftlichen Tagungen der Kommission „Arbeitskulturen“ richtet die Kommission Arbeitstreffen aus, die als Informationsbörse und Austauschforum aller an der Kommissionsthematik Interessierten und zu ihr Forschenden gedacht ist. Entsprechend richtet sich das Marburger Arbeitstreffen an alle Interessierten und speziell an Studierende mit Orientierungswunsch bzw. einem Schwerpunkt auf das Forschungsfeld „Arbeit“ in kultur- bzw. sozialwissenschaftlicher Perspektive. Die lockere Programmstruktur soll ausreichend Zeit zum Gedankenaustausch bieten. Die beiden eingestreuten Vorträge vermitteln auch Einblicke in Anwendungskontexte arbeitskultureller Forschung.

Donnerstag, der 23. April
ab 14:00 Eintreffen der Teilnehmenden bei Kaffee/Tee und Gebäck
14:30-16:00 Arbeit als Untersuchungsthema.
Vorstellungsrunde zu Forschungsarbeiten der Teilnehmenden
16:00-16:30 Kaffeepause
16:30-18:30 Lernen in der Arbeit? Kulturanthropologische Fragestellungen an der Schnittstelle von Bildung und Beruf.
Vortrag und Gespräch mit Dr. Anke Bahl über ihre betriebliche Forschung am Bundesinstitut für Berufsbildung
ab 20:00 Gemeinsames Abendessen in der Marburger Gastronomie (freiwillige Teilnahme)

Freitag, 24. April 2020
09:00-10:30 Arbeitskulturen unter Transformationsdruck: Ein Praxisbericht.
Vortrag und Gespräch mit Dr. Stephanie Sommer über ihre Transformations-forschung in Russland (Dissertation) und ihre Unternehmensberatung “KulturBroker”
10:30-11:00 Kaffeepause
11:00-12:30 Entwicklungen, Perspektiven und Pläne.
Die Kommission Arbeitskulturen im Gedankenaustausch mit den Teilnehmenden. Diskussion mit eingestreuten Kurzstatements sowie Hinweisen auf die nächsten kommissionsseitigen Planungen
12:30 Ende des Arbeitstreffens (evtl. anschließend Mittagessen) und Abreise

Organisiert für die Kommission “Arbeitskulturen” in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) von Prof. Dr. Manfred Seifert mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Europäische Ethnologie/ Kulturwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Veranstaltungsort: Vortragsraum 001 im Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Pilgrimstein 16, 35037 Marburg.
Anmeldung und Informationen: manfred.seifert@staff.uni-marburg.de

 

 

+++ Herzliche Einladung zum Kommissionstreffen 2019 +++

Das Treffen der dgv-Kommission Arbeitskulturen 2019 findet statt am

Di, 8. Oktober 2019, 19.30 Uhr: Café unter den Linden, Juliusstrasse 16, 22769 Hamburg

Infos zum dgv-Kongress (Kongress-Webseite)

alle Kommissionstreffen (Überblick)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

 

+++ Aktuelle Neuerscheinungen +++

Irene Götz (Hg.): Kein Ruhestand. Wie Frauen mit Altersarmut umgehen.

Unter Mitarbeit von Esther Gajek, Alex Rau, Marcia von Rebay, Petra Schweiger und Noémi Sebök-Polyfka.
München: Verlag Antje Kunstmann 2019.

Frauen sind im Alter oft von Armut bedroht, besonders in Städten mit hohen Mieten. Wie kommen sie mit wenig Geld zurecht? Welche Strategien entwickeln sie, um dennoch am sozialen und kulturellen Leben teilzuhaben? Davon erzählen Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, und die Analyse dieser Berichte macht deutlich, wie dringend notwendig eine politische und gesellschaftliche Veränderung unserer eingespielten Sozialsysteme ist.

Kunstmann-Verlagsseiten: Leseprobe (Download Flyer)

Das Buch von Irene Götz et al. hat ein großes Medienecho erhalten!

Hier einige Links zu den zentraleren Medienbeiträgen:

Verlagsinfo mit Pressestimmen: https://www.kunstmann.de/buch/kein_ruhestand-9783956142925/t-0/

Vorabdruck in der ZEIT (Link)

Beiträge im Deutschlandfunk (Link) und in der Sendung „Kulturzeit“, 3Sat (Link)

Interviews in der TAZ (Link) und auf Meyerschreibt (Link).

 

 

Barbara Lemberger: Migration und Mittelschicht.

Eine Ethnografie sozialer Mobilitätsprozesse. Münster/New York: Waxmann 2019.

(= Arbeit und Alltag, Bd. 16)

Die türkische Immigration nach Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Über Jahrzehnte hinweg hat sich eine starke migrantische Mittelschicht etabliert, die bisher überwiegend durch berufliches Unternehmertum gesellschaftliche Mobilität erfahren hat. Im Zentrum der Ethnografie steht das „Mittelschicht-Werden“ innerhalb der postmigrantischen Gesellschaft. Sie analysiert, wie sich die Kategorie Migration in Mobilität gewandelt hat, und wie die Statustransformation als ein Akt der Widerständigkeit und ebenso als ein kollektiver Prozess von Ermöglichungen zu verstehen ist.

Verlagsinfo auf den Seiten des Campus-Verlags

 

Arbeitskulturentagung 2019 – Dokumentation und Tagungsbericht

Vernetzt, entgrenzt, prekär?

Arbeit im Wandel und in gesellschaftlicher Diskussion. Kulturwissenschaftliche Perspektiven

Tagungsbericht erschienen!

von Lisa Maria Eidenhammer, Catharina Rische und Sophia Schütz:
H-Soz-Kult, 11.04.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8222>

BERNHARD TSCHOFFEN (Zürich) eröffnete die 18. Arbeitstagung der dgv-Kommission Arbeitskulturen in Zürich und hob hervor, dass der Untertitel der Tagung das Programm der Kommission fasse, die wechselseitige Durchdringung von Arbeit, Kultur und Technik zu erforschen. In der Einführung verdeutlichte das Organisationsteam STEFAN GROTH, SARAH MAY und JOHANNES MÜSKE, dass Arbeit aufgrund ihrer sich verändernden Modalitäten einem ständigen Wandel ausgesetzt sei. Aktuell seien es vor allem die Digitalisierungs- und Flexibilisierungsprozesse, die Vernetzung, Entgrenzung als auch Prekarisierung in der Arbeitswelt bewirkten. [Weiterlesen … ]

 

Tagungsdokumentation: Vernetzt, entgrenzt, prekär?

Arbeit im Wandel und in gesellschaftlicher Diskussion – kulturwissenschaftliche Perspektiven

18. Arbeitstagung der dgv-Kommission Arbeitskulturen, Zürich/Winterthur, 13.–14. September 2018

Organisation: Dr. Stefan Groth (Zürich), Dr. Sarah May (Freiburg), Dr. Johannes Müske (Zürich)

Veranstalter: Universität Zürich, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) – Populäre Kulturen und Kommission Arbeitskulturenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
in Kooperation mit: Collegium Helveticum, Zürich; Museum Schaffen, Winterthur; Universität Freiburg (KAEE)

Dowloads und Doku: Programm-Flyer, Plakat, Abstract-Heft, Call for Papers

 

 

Weitere Neuerscheinungen …

… in der Reihe Arbeit und Alltag:

Bd. 14: Anke Bahl: Die professionelle Praxis der Ausbilder, 2018 (Infos auf den Seiten des Campus-Verlags).

Bd. 15: Mandy Schönherr: Wissensarbeit in einem Carve-out-Projekt, 2018 (Infos auf den Seiten des Campus-Verlags).

 

… Tagungsband zur 17. Arbeitstagung der dgv-Kommission Arbeitskulturen:

Ove Sutter, Valeska Flor (Hg.): Ästhetisierung der Arbeit.

Empirische Kulturanalysen des kognitiven Kapitalismus. Münster/New York: Waxmann 2017.

(= Bonner Beiträge zur Alltagskulturforschung, Bd. 11)

Aktuellen Gesellschaftsanalysen zufolge befinden wir uns derzeit im Stadium eines ›kognitiven‹ oder auch ›ästhetischen‹ Kapitalismus. Vor allem in den westlichen Industriegesellschaften findet demnach eine Transformation hin zu einer ästhetischen Ökonomie statt, die auf permanente Innovation ausgerichtet ist und die Ausbreitung eines ›Kreativitätsdispositivs‹ oder auch eines ›Ethos der Kreativität‹ befördert. ›Kreativ zu sein‹, so heißt es, wird von immer mehr Menschen als Wunsch, aber auch als Anforderung erfahren. Gleichzeitig richten sich unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche entlang der Produktion und Konsumtion sinnlich intensiver Erfahrungen aus.

Der Band nimmt sich dieser Diagnosen aus Sicht der Arbeitskulturenforschung an und diskutiert sie in theoretischer Perspektive sowie entlang ethnografischer Forschungen. Wie deuten und verarbeiten die Menschen die Anrufungen von Kreativität? Wie wirken sich die skizzierten Dynamiken der Ästhetisierung auf Arbeitsinhalte, Arbeitshandeln und Arbeitsorganisation aus? In welcher Beziehung stehen sie zu Prozessen der Prekarisierung, in welchem Verhältnis zur Nicht-Arbeit? Wie artikulieren sie sich in Narrativen und Bildern? Wie materialisieren sich Prozesse der Ästhetisierung von Arbeit in verkörperten Performanzen, Arbeitsmitteln oder auch räumlichen Architekturen? Was passiert mit historischen und gegenwärtigen Formen der Arbeit, wenn sie im Museum ausgestellt werden? Wie artikuliert und formiert sich die Kritik der Ästhetisierung?

Mit Beiträgen von: David Adler, Alexandra Bernhardt, Lars K. Christensen, Valeska Flor, Lina Franken, Irene Götz, Bernd Holtwick, Nathalie Knöhr, Hannes Krämer, Kaspar Maase, Jochem Putsch, Petra Schmidt, Klaus Schönberger, Ove Sutter, Ildikó Szántó, Jonas Tinius, Lars Winterberg, Fabian Ziemer.

Tagungsband der 17. Arbeitstagung, Bonn 2015. Weitere Informationen auf den Seiten des Waxmann-Verlags.

 

 

Kommissionstreffen, dgv-Kongress Marburg 2017

Neue Kommissionssprecher*innen gewählt

Das letzte Kommissionstreffen fand am 21.9.2017 in Marburg am dgv-Kongress statt.

Beschlossen wurden u.a. die kommenden Veranstaltungen der Kommission, u.a. ein Workshop in Freiburg (Frühjahr 2018) und die kommende Arbeitskulturentagung (Zürich, Herbst 2018).

Neu aufgenommen als Sprecher*innen wurden die Organisator*innen der kommenden Arbeitskulturentagung, 2018 in Zürich: Stefan Groth (Zürich), Sarah May (Freiburg) und Johannes Müske (Zürich); weiterhin Sprecher*innen bleiben Irene Götz (München) und Manfred Seifert (Marburg). Zum Protokoll hier.